Der Verkehr und seine Auswirkungen sind ein zentrales Thema kommunalen Handelns.
Vorhandene Verkehrsqualitäten zu sichern, einen stadtverträglichen Verkehr gezielt zu fördern sowie Probleme und Beeinträchtigungen langfristig zu verringern oder zu beheben – das sind die wesentlichen Aufgaben der Verkehrsentwicklungsplanung.
Mit dem „Verkehrsentwicklungsplan Viersen 2025“ soll ein Gesamtverkehrskonzept für das Stadtgebiet von Viersen entwickelt werden. Er befasst sich mit allen Verkehrsarten – Fußgänger- und Radverkehr, privatem Autoverkehr, öffentlichen Verkehrsmitteln, Lkw-Verkehr – und soll langfristig
Als Zielhorizont für die Umsetzung des Verkehrsentwicklungsplans wird das Jahr 2025 gesetzt.
Die gesamtstädtische Verkehrsentwicklungsplanung in Viersen beruhte bisher auf einer Reihe von einzelnen Verkehrsgutachten und -planungen, die teilweise noch auf den Generalverkehrsplan von 1984 zurückgehen und sich überwiegend mit verkehrsplanerischen Einzelfragestellungen befassten. Beispielsweise wurden im Laufe der Jahre verschiedene Untersuchungen durchgeführt, die klären sollten, ob und in welcher Weise das bestehende Hauptverkehrsstraßennetz ergänzt oder ausgebaut und so zentrale Bereiche in den Stadtteilen entlastet werden könnten. Der Ausbau des Willy-Brandt-Rings war ein Ergebnis davon und hat einerseits zur Entlastung der Viersener Innenstadt von unerwünschtem Durchgangsverkehr beigetragen und andererseits deren Erreichbarkeit deutlich verbessert.
Mit vielen Einzelmaßnahmen – beispielsweise dem Bau des Kreisverkehrs in der Krefelder Straße oder einer Optimierung von Ampelschaltungen im Zuge der Hauptverkehrsstraßen – wurde bis in die jüngste Zeit daran gearbeitet, die Bedingungen im Straßenverkehr zu verbessern und die Belastungen im bestehenden Straßennetz zu verringern.
Darüber hinaus konnten im Laufe der Jahre einige Teilkonzepte ausgearbeitet werden, die bestimmte Verkehrsarten betreffen. Dazu einige Beispiele:
Alle diese verkehrlichen Teilkonzepte und Maßnahmen wurden bisher ohne ein ausgearbeitetes, in Text und Plänen fixiertes und kommunalpolitisch beschlossenes Gesamtverkehrskonzept realisiert. Dies soll nun in den kommenden Monaten nachgeholt werden.
Die Arbeiten zum Verkehrsentwicklungsplan werden von einer Arbeitsgruppe begleitet, in der betroffene Verwaltungsressorts, die politischen Fraktionen und ausgewählte Institutionen, Verbände und Interessengruppen mitwirken sollen. Die ersten beiden Sitzungen dieser Arbeitsgruppe haben Mitte November 2009 und Anfang/Mitte April 2010 stattgefunden.
Die Öffentlichkeit wird regelmäßig über Zwischenergebnisse informiert werden. Dazu dient – neben Presseinformationen – auch diese Seite. Sie wird im Verlauf der Verkehrsentwicklungsplanung weiter wachsen und zur näheren Erläuterung einzelner Planungsinhalte und Zwischenergebnisse wiederholt ergänzt werden.
Schauen Sie einfach öfter mal rein, um Neues zu entdecken.
Übrigens: Parallel zum Verkehrsentwicklungsplan wird auch ein Lärmaktionsplan für Viersen erstellt. Mehr dazu finden Sie unter den Projekten „Lärmaktionsplan Viersen“ und „Lärmsanierung an Schienenwegen“.
Der Verkehrsentwicklungsplan soll sich mit allen Verkehrsarten befassen und festlegen, wie deren Rahmenbedingungen in nächster Zukunft gesichert und weiterentwickelt werden sollen. Die Arbeiten dazu können grob in die Bausteine
unterteilt werden.
Die Analyse befasst sich mit den vorliegenden Planungen, Untersuchungen und Befunden zum Verkehr in Viersen.
Die wichtigsten Erkenntnisse aus der Analyse wurden mittlerweile in einer Zwischenbilanz zusammengefasst. Die Zwischenbilanz dokumentiert damit den bisher erreichten Stand der Verkehrsentwicklungsplanung und erläutert, wie die Verkehrswirklichkeit im Stadtgebiet von Viersen aktuell zu bewerten ist.
Als ein weiteres Zwischenergebnis der laufenden Arbeiten wurden auf Basis der Zwischenbilanz erste Ziele und Strategien für die künftige Verkehrsentwicklungsplanung formuliert. Diese bedürfen jedoch im weiteren Verlauf des Planungsprozesses noch einer eingehenden Diskussion, bevor sie als Bestandteil des Verkehrsentwicklungsplans politisch beschlossen werden können.
Als Grundlage für die Konzeptentwicklung werden derzeit verschiedene Szenarien entwickelt. Das sind Varianten zur Ergänzung und Optimierung des Straßennetzes mit dem Ziel einer langfristigen Entlastung von besonders stark durch Verkehr belasteten Stadtbereichen. Die Szenarien werden im Hinblick auf ihre Auswirkungen auf Verkehr, Wohnen, Umwelt etc. bewertet. Der Arbeitsschritt mündet in Schlussfolgerungen für die nachfolgende Konzeptionsphase.
Das Konzept soll Teilkonzepte für alle Verkehrsarten umfassen. Soweit Teilkonzepte (z.B. zum Radverkehr und öffentlichen Verkehr) heute schon vorliegen, werden diese nur in die Gesamtplanung übernommen und im Hinblick auf die Frage untersucht, ob sie mit den anderen Teilkonzepten verträglich sind oder ob Anpassungsbedarf besteht. Als Teilkonzepte neu ausgearbeitet werden sollen:
Abschließend wird noch ein Umsetzungskonzept ausgearbeitet, das die vorgeschlagenen Maßnahmen auflistet, in Programme zusammenfasst, in einen groben Zeitplan bringt und festlegt, wie die Umsetzung des Verkehrsentwicklungsplans künftig überprüft werden soll.
Zwischenbilanz - Ziele - Strategien
Lärmsanierung an Schienenwegen



